Umzug Taganga nach Santa Marta – Mittwoch und Donnerstag, 27. + 28.05.26

Mittwoch, 27.05.2026

Ich war sehr früh wach – erstaunlich früh, wenn man bedenkt, wie spät ich ins Bett gegangen war. Kurz nach sechs stand ich schon oben auf der herrlich entspannten Dachterrasse des Casa Bella Mya und genoss den heraufziehenden Morgen, begleitet vom Konzert der Vögel. Diese Zeit hat etwas Erbauliches: Die Menschen schlafen noch, aber die Papageien streiten schon, die Hähne befinden sich in der Endrunde ihres Gesangswettbewerbs, und andere exotische Vögel erledigen ihre ersten Geschäfte des Tages.

Als einer der Nachbarn begann, sich sein Frühstück zu basteln, stieg mir der Duft in die Nase – und mein Magen meldete sich sofort. Also machte ich mich kurz vor acht auf den Weg zu Pavillon 14 am Strand, wo ich am Vorabend so gut gegessen hatte. Leider war noch geschlossen. Der Spaziergang dorthin war trotzdem interessant: Um diese Uhrzeit sind keine Touristen unterwegs, eher Fischer, Tauchschüler und die Tagangueros, die sowieso immer früher wach sind als alle anderen.

Da es noch nicht so heiß war, ging ich weiter zum Pachamama am vorderen Ovalo. Keine „Einzug-zum-Strand-Show“ heute – es war ja kein Sonntag. Also keine Badegäste aus Santa Marta mit Soundblaster und Fresskiste. Die wilden Hunde waren schon da, und auch die Fliegen, die an normalen Tagen ein gigantisches Buffet vorfinden. Heute war das Angebot allerdings stark eingeschränkt – auf mein Frühstück. Also konzentrierten sie ihre gesamte Energie auf mich. Ich war nur am Wedeln und Abdecken und wollte gar nicht darüber nachdenken, wo diese Fliegen vorher überall gesessen hatten.

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Taganga Hitzetag und Fahrt über Paso del Mango zur Finca Carpe Diem in der Sierra Nevada – 23.+24.05.26

Samstag, 23.05.26
Der Samstag begann mit einem sehr entspannten und wahnsinnig leckeren Frühstück. Schon wieder in dem kleinen Laden gegenüber von „La Mona“, dem „Cafe Taganga“, mit seinem feinen und sorgfältig ausgewählten Portfolio. Die zwei Mädels waren begeistert vom arabisch-nordafrikanischen Shakshuka. Bei mir war es leider so ein Tag, an dem mein Dimmer nur auf ungefähr 30 % stand, und ich hatte schon genug damit zu tun, die 200 bis 300 Meter den Berg hoch zur Unterkunft zu schaffen. Ich brauchte danach fast zwei Stunden, um wieder halbwegs normal interagieren zu können. An diesem Tag war es sogar so: Selbst wenn ich nur die Treppen zur Dachterrasse hoch- und wieder runterging, hatte ich anschließend einen Puls von 160, mit einer sehr merkwürdigen Streuung bei der Intensität der Schläge, und der ging auch erst nach einer halben Stunde langsam wieder runter. Ich probierte alle möglichen Atem- und Entspannungstechniken aus und fand tatsächlich eine, die einigermaßen funktionierte. Aber ganz ehrlich: Ich machte mir inzwischen ernsthaft Sorgen und hatte sogar schon angefangen aufzuschreiben, was ich den Ärzten sagen würde, falls ich doch ins Krankenhaus müsste. Denn genau so fühlte ich mich. Wie ein Stück geschmolzene Butter lag ich auf dem Bett.

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Der erste Tag in Taganga – Donnerstag, 22.05.2026

Taganga, 04:00 Uhr: Die Hähne machen Soundcheck. Schon um 04:00 Uhr war ich wach – vermutlich Jetlag, vielleicht aber auch, weil draußen die Hähne ihren persönlichen „Colombia’s Got Talent“-Songcontest veranstalteten.
28 Grad um vier in der Früh… beeindruckend. Also hoch auf die Dachterrasse, den heimlichen Hotspot des Hauses. Dort stellten sich mir sofort die wahren Herrscher vor: zwei schwarze, wunderschöne Katzen. Später erfuhr ich, dass es insgesamt vier sind. Natürlich. Kolumbien liefert immer nach. Die Stimmung um diese Uhrzeit ist magisch: Vögel, die schon vor Sonnenaufgang lautstark ihre To‑do‑Listen abarbeiten, während von Menschen noch keine Spur ist. Die Morgendämmerung schleicht sich heran, und mit ihr ein ganzes Orchester aus Gerüchen:
Meer (salzig-fischig), frühe Arepas vom Nachbarn (himmlisch), ein „nasser Sandhaufen“, auf den Hunde und Katzen offenbar kollektiv gepinkelt hatten (weniger himmlisch), und irgendeine blühende Pflanze, die alles wieder wettmachte.

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Die schwierige Anreise nach Santa Marta – Mittwoch, 21.05.2026

Mein Wecker klingelte um 06:00 Uhr, aber ich war natürlich schon vorher wach – mein Körper liebt es, mich ohne Not in den Tag zu schubsen. Meine Schwester fuhr mich zum Flughafen, und ich bewegte mich dort wie ein gut trainierter Flughafenzombie: Self‑Check‑In, Gepäck abgeben, fertig. So wie früher immer. Automatikmodus. Erst danach fiel mir ein, dass ich eigentlich den Mobility‑Service nutzen wollte. Komplett vergessen. Mein Gehirn hatte das wohl unter „später vielleicht mal denken“ abgelegt.

Nochmal anstellen, um das nachträglich zu klären? Auf gar keinen Fall. Mein eingebauter „Dimmer“ stand bei 50–60 %, also dachte ich mir: Ach komm, München schaffst du noch auf eigener Achse. Und tatsächlich: Ich kam zum Gate, auch wenn es wirklich anstrengend war, und dank Mobility‑Service durfte ich sogar zusammen mit der Business Class einsteigen. Ein kleiner Moment Luxus, den ich mir durch reines Elend verdient hatte.

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Mittwoch, 2. März Taganga-Polizei-Alltag und noch in paar Fotos

Katrin ist schon sehr früh aufgebrochen zum Tayrona-Park (Anmerkung Katrin: War 2 Tage später wieder da, wollte dem Berni mal genügend Zeit für sein Internet geben!)(Anmerkung Berni "HarHar")

Frühstück im Casa de Felipe mit Jo, aber, Internet ging nicht. Dann kurzes Schläfchen und Mittagessen alleine im günstigen Restaurant bei der Polizei. Weiterlesen