Chocó – Nuquí Termales Guachalito und Coqui – 02. + 03.06.2026

Chocó – Regen, Ruhe, Currulao‑Vibes im Kopf

Es gibt ein paar Dinge, die im Chocó nicht verhandelbar sind. Zum Beispiel: ein Regenschutz, der nicht sofort beleidigt aufgibt. Ein leichter Poncho reicht völlig – und ja, diese billigen Einmalplastikdinger tun’s zur Not auch. Zwei davon in der Tasche, und du bist praktisch ein lokaler Survival‑Experte.

Ein wasserdichter Tourenrucksack ist Gold wert. Beim Ein‑ und Aussteigen in die Boote wird man nämlich gern mal spontan „getauft“. Häfen gibt’s hier nicht, nur Strand, Wellen und das Prinzip Hoffnung. Und wenn die Dünung stark ist, wird auch die Überfahrt selbst zur Gratis‑Dusche.

Vor Ort unbedingt: Insektenschutz kaufen. Die Moskitos sind lästig, aber die Jejenes (Gnitzen) nach Sonnenuntergang sind die wahren Endgegner. Die Stiche jucken nach einiger Zeit wie der Teufel. Generell sind Moskitos und Co auch potenzielle Überträger von Dengue, Zika & Co. Schlafen? Am besten unter einem Moskitonetz. Wenn’s keins gibt: Ventilator an. Die Viecher hassen Wind – ich liebe diesen Deal.

Badeschuhe sind Pflicht. Schlappen sind im Chocó wie schlechte Beziehungen: Sie gehen im falschen Moment verloren, bringen dich ins Wanken und enden damit, dass du im Wasser liegst. Am Sandstrand egal – über Steine eher nicht.

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Anreise von Medellin in den Chocó nach Nuquí – Montag, 01.06.2026

Wieder mal war ich sehr früh wach – mehrfach sogar. Immerhin schien es mir etwas besser zu gehen, auch wenn der Regler weiterhin hartnäckig im unteren Drittel klebte.

In aller Gemütsruhe machte ich mich fertig. Draußen wartete ein wunderschöner Tag auf mich. Ich packte mein „rotes Monster“ mit all den Dingen voll, die ich in Nuquí nicht brauchen würde, und meine neue kleine Reisetasche mit allem, was mit musste. Das rote Monster durfte während meiner Nuquí‑Zeit an der Rezeption des Hotel Zándalo zwischenparken. Und wie immer im Zándalo: kaum Fluktuation. Ich erkannte viele Gesichter von 2019 und 2020 wieder. Bemerkenswert, denn viele Hotels und Restaurants haben in der Corona‑Zeit die Grätsche gemacht, Personal entlassen und später neu eingestellt. Im Zándalo dagegen: dieselbe Crew, dieselbe Ruhe, dieselbe Verlässlichkeit.

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