Donnerstag, 12.03.20 – Nuqui – Hängematte und Abendspaziergang

Man muss nicht immer was machen in Nuqui und das hatte ich auch an diesem Tag so gehalten. Nur das Mittagessen durchbrach ein wenig die „stoische Routine“ des Nichtstuns. Und später, nach der Siesta, da machte ich noch einen wunderschönen Strandspaziergang von Nuqui in Richtung Norden. An diesem riesigen und unendlichen langen Strand. Die Flut war schon da, so dass der Platz auf dem Sand ein wenig knapp war, wenn man nicht ständig im Wasser waten wollte. Ich ging über die Strandbar raus und hoch, den Kilometer bis zur zweiten (und letzten) Strandbar. An der war nichts los, es waren aber schöne Holzbänke montiert, die zwar nicht ganz so bequem waren, aber die Stunde bis zum kompletten Sonnenuntergang konnte ich es darauf gut aushalten.

Durch das Internet ging schon ein „Raunen“, bezüglich kompletter Einstellung des Flugverkehrs mit Europa wegen dem Corona-Virus. Nachdem mein Flug erst am 24.03. ging, wurde mir langsam ein wenig mulmig, im Bewusstsein der exponentiellen Steigerung der Krankheitsfälle in Europa, wohl in Zukunft auch in Kolumbien und der Tatsache, dass keine Touristen mehr ankamen, weil sie entweder gar nicht mehr losflogen, oder in eine 14tägige Quarantäne mussten, wenn sie aus Europa hier in Kolumbien ankamen. Peru, Ecuador und Bolivien hatten den Flugverkehr mit Europa bereits eingestellt. Da kommt man ins Grübeln…

Aber ich hatte auch was zum Freuen, denn, am nächsten Tag wollte Santiago mit mir, Frau und Freunden nach Guachalito fahren und dort dann bis Samstag bleiben. Da war ich gerne dabei!

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Mittwoch, 11.03.20 – wegen Regen nicht nach Tribuga

Genau als ich aufstand, da fing es in Strömen zu regnen an. Das motivierte nicht, am Strand in Richtung Tribuga loszulaufen. Es waren sicher 2 Stunden zu laufen und bei Regen…

Wobei, später, bei genauer Betrachtung, da bereute ich die Entscheidung ein wenig, denn, wenn es so bewölkt war wie gerade, dann war es auch nicht so heiß, denn die Sonne knallte nicht so unbarmherzig runter, wie sie es sonst speziell am Strand gerne macht. Vor allem zur Mittagszeit. Dadurch dass es so bedeckt war, wäre es sicher recht angenehm gewesen, die Strecke anzugehen. So ging ich recht entspannt zum Frühstücken, dann ins Hotel.

Im Laufe des Tages machte ich meine Rechnung mit dem Hotel klar. Eine Nacht im Las Palmas del Pacifico kostet (natürlich ohne Vorbuchung über booking.com, sonst deutlich teurer) circa 9 € (40.000 Cop). Die über 14 Nächte haben 130 € gekostet. Da kann man nicht maulen! Das kostet in München EINE Nacht in einem SEHR günstigen Hotel.

Santiago, bei dem ich auf dem Weg zum Frühstück auf einen Kaffee eingeladen war, schlug mir vor, am nächsten Tag nach Guachalito mitzufahren. Er müsse da jemand abholen, ich könnte in der Unterkunft seines Bruders nächtigen und zwei Nächte dortbleiben. Dann würde er mich wieder abholen. DAS hörte sich gut an, denn, die Abende und Nächte am Strand von Guachalito waren immer absolut genial gewesen. Auch wenn der noch relativ volle Mond verhinderte, das „Algenglühen“ am Abend im Wasser am hinteren Strand zu sehen, weil es zu hell war. Allein der schwarze Sand, die schwarzen Steine, der Dunst, der tropische Regenwald, der in Guachalito direkt ans Meer reichte, das war schon genug. Ja, da freute ich mich!

Meine weitere Planung für die restlichen zwei Wochen waren, nach Guachalito vielleicht nochmal zwei Nächte im Las Palmas del Pacifico in Nuqui zu bleiben, dann nach Medellín hochzufliegen, dort auch zwei Nächte zu bleiben und Medellín mal etwas gründlicher anzusehen, dann die restlichen Tage bei Paula und Germán auf der Finka in der Kaffeezone zu verbringen und von dort aus am Abflugtag am Abend direkt von Pereira nach Bogotá zu fliegen. Also nix mehr mit Santa Marta, was eigentlich immer recht gut war zum Abschluss, um noch was einzukaufen und so. Vielleicht, wenn mir das Geld hier unten in Nuqui früher ausgehen sollte (das ist mit Santiago eine leichte Übung…), ist sogar Santa Marta noch drin, denn, die Flüge kosten hier in Kolumbien unverschämt wenig, in Zeiten des Klimawandels…

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Dienstag, 10.03.20 – Fahrt in Richtung Bahia Solano – El Valle

Am Vorabend hatte mir Santiago noch per WhatsApp geschrieben, ob ich auf eine Bootstour mit dem französischen Pärchen nach „fast“ Bahia Solano, genauer, nach „El Valle“ Lust hätte. Lust hatte ich absolut keine mit den beiden Stinkstiefeln, aber er überredete mich mit der Information, dass die beiden nur nach „El Valle“ gebracht werden wollten und ich dann mit ihm und seiner Frau den restlichen Tag verbringen würde. Das hörte sich anders an! Ich willigte ein (150.000 Cop) und um 09:00 Uhr wollte er mich am Strand, direkt an der Beach-Bar abholen. Ich war pünktlich da und sah draußen schon Santiago liegen, neben einer dieser großen Versorgungsschiffe aus Buenaventura. Es war EXTREM niedrige Ebbe, so wie ich sie noch nie gesehen hatte. Ich musste weit rauslaufen, um ins Boot zu kommen. Als ich eingestiegen war, da kamen schon das französische Pärchen mit der Frau von Santiago im Schlepptau oder eher umgekehrt.

Alle enterten das Boot und schon ging es, bei bewölktem Himmel und etwas unruhiger See in Richtung Norden los.

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Montag, 09.03.20 – Nuqui Chocó

Absolut nichts passiert, außer einem leckeren Mittagessen mit dem kolumbianischen Nationalgericht „Bandeja Paisa“ im Restaurant „Bocaditos CHK“ gegenüber dem Flughafen. Nach Wochen wieder mal Fleisch gegessen, ansonsten nur Fisch, Fisch, Fisch. Normalerweise finde ich so ein frittiertes Bauchspeckstück ja eher nicht so anziehend, aber es scheint auch beim Fleischesser sowas wie „Entzug“ zu geben. Wobei ich in München auch wenig Fleisch esse, manchmal zwei Wochen nichts. Es war extrem deftig und ungemein lecker, das gesamte Arrangement.

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Sonntag, 08.03.20 – Nuqui, Wanderung am Strand nach Norden

Nach dem Frühstück machte ich mich gleich auf (so gegen 11:00 Uhr), um am Strand in Richtung Norden zu laufen. An diesem Strand kann man stundenlang laufen, er ist einfach riesig. Ein wenig realistischer, nach circa 10 Km kommt ein größerer Fluss rein, der vermutlich ein Weitergehen nicht ganz so leicht macht. Das werde ich die nächsten Tage noch erkunden. Erst kurz vor Jurubida komme dann ein großer Fluss (an dem wir vor ein paar Tagen ja hochgefahren und durch die dortige Mangroven-Zone gefahren sind), der es zu Fuß vermutlich tatsächlich nicht so leicht macht, ganz bis Jurubida zu kommen. Aber am nächsten oder am übernächsten Tag wollte ich das austesten. Beim zweiten großen Fluss ist ein Dorf, über das nur wenig zu erfahren ist. Es hat den Namen „Tribuga“. Auch auf OpenStreetMap oder GoogleMaps ist nichts zu sehen, außer der Name. Auch ein paar Natur-Fotos auf GoogleMaps, aber kein Dorf oder so. Vielleicht heißt nur das Gebiet so und es ist überhaupt kein Dorf. Ich werde es rausfinden.

Mein Problem war, es war fast Mittag und dummerweise hatte ich kein Wasser dabei. Es blies zwar vom Pazifik her eine angenehme Brise, die das Gehen recht angenehm machte, aber, ohne Wasser wäre es recht dumm gewesen, wirklich richtig weit zu gehen. So kehrte ich nach 3 ½ Kilometer um, da wo der erste Fluss reinläuft, den man bei Ebbe sehr leicht überwinden kann. Ich nahm aber sehr schöne Eindrücke mit und holte mir einen fetten Sonnenbrand. Klar, 3 Stunden direkt am Strand, nur den Hut als Schutz, selbst schuld. Waren, bedingt durch ein selten genutztes T-Shirt, aber nur die bisher selten besonnten Körperstellen. Aber ich wollte unbedingt nochmal weiter gehen, nahm mir vor, die nächsten Tage mal ganz in der Früh loszugehen. Was auch wegen der Gezeiten Sinn macht. Der Rückweg gestaltete sich doch anstrengender, weil durch die Flut der leicht begehbare Teil des Strandes unter Wasser war. So musste ich im weichen Sand stapfen, was ich hinterher an den Muskeln doch spürte.

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Samstag, 07.03.20 – Fussballnachmittag und Livekonzert in Nuqui

In der Früh, so gegen 02:00 Uhr wachte ich durch laute Klopfgeräusche an der Tür auf. Sehr laut, bestimmt, dreimal. Ich sagte laut „Hallo“, keine Reaktion. Es roch nach verbranntem Kunststoff. Auch weiterhin keine Reaktionen oder weitere Geräusche, bis auf den merkwürdigen Geruch. Ich dachte ja im ersten Moment, dass es meine etwas merkwürdige Zimmernachbarin war, die ich seit dem Nachmittag hatte, aber vielleicht war es nur mein Unterbewusstsein, dass mich genau wegen des Geruchs geweckt hatte und niemand hatte geklopft. Trotzdem schaffte ich es, nach mehreren Anläufen, aufzustehen, denn, der Geruch irritierte mich. Ich ging auf den großen Balkon und schaute nach allen Seiten um das Haus, ob ich irgendwas von einem Feuer oder eine Rauchentwicklung sehen konnte. Da war aber nichts. Also, weil ich eh schon draußen war, legte ich mich in die Hängematte, bis mich die Mosquitos fast aufgefressen hatten. In der Nacht draußen im leichten Wind zu liegen, ein echter Genuss, ich kann es nicht oft genug sagen.

Eigentlich wollte Santiago an diesem Tag eine Tour nach Termales machen. Ich dachte mir, dass ich mich einklinken könnte. Er mit den beiden anderen im Thermalbad und so und ich in der Hängematte zwischen meinen zwei Lieblingspalmen am Strand, dann Mittagessen bei Moringa und nochmal nach Guachalito und fertig. Schöner Ausflug. Aber leider hatten seine beiden Ausflugsgäste abgesagt, zumindest cancelte Santiago die Fahrt, so dass ich gaaaanz langsam machte in der Früh und es erst zum Mittagessen in das Restaurant Bocalito schaffte. Da gab es, auf Empfehlung der Chefin, ein recht interessantes Reisgericht, offensichtlich mit kleinen Muscheln drin. Schmeckte wie ein Sud aus Meeresfrüchten und war es ja im Endeffekt auch. Die kleinen Muscheln waren zwar etwas zäh, aber der Reis mit dem Muschelgeschmack, den gequetschten und gebratenen Kochbananen und der Avocado, das war eine richtig gute Kombination, vor allem mit dem leckeren Lulo-Saft dazu. Da lies ich mir gleich nochmal einen kommen, weil der so lecker war.

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Freitag, 06.03. – Rückflug Medellín nach Nuqui

Ich musste schon früh aufstehen. In der Nacht war ich bereits einmal aufgewacht, vielleicht gegen 02:00 Uhr. Ich hatte in diesem Moment nach dem Aufwachen keine Ahnung, wo ich war und was ich wollte. Setzte mich im Bett auf und begann intensiv darüber nachzudenken, wo ich gerade war, es fiel mir nicht ein. Ich ging auf den Balkon, das half nichts. Dann fiel es mir kurz ein, war aber gleich wieder weg. Recht merkwürdiger Zustand, in dem Moment dachte ich mir, so müssen sich Menschen fühlen, die ihr Gedächtnis verlieren. Sie sind da, aber, die ganze Vergangenheit ist einfach wie weggeblasen. Ein wenig merkwürdig war das schon… aber komischerweise nicht beängstigend. Es dauerte aber mehrere Minuten, bis ich wieder die Orientierung hatte. Vermutlich war ich durch ein Geräusch von draußen, durch die offene Balkontür, aus einer Tiefschlafphase gerissen worden. Ich war es nach 3 Wochen absoluter Ruhe in der Nacht überhaupt nicht mehr gewöhnt, dass Lärm wie Autoverkehr und Hupen zu mir vordrang.

Wieder einmal eine warme Dusche zu haben, das war ein großer Genuss, bin ja eigentlich nicht so der „Kaltduscher“. Um 06:00 Uhr war ich an der Rezeption des Hotels und es dauerte keine 2 Minuten, dann war das telefonisch bestellte Taxi schon da. Check-In und dann ein kleines Frühstück beim Warten vor dem Ausgang zum Flugzeug. Der Flug ging pünktlich los und war recht ruhig, es waren 7 Fluggäste und bereits kurz vor 08:00 Uhr waren wir wieder in Nuqui, aber ebenfalls mit einer recht harten Landung, keine Ahnung warum das bei mir immer so war die letzten Flüge. In Nuqui kann ich das auch gut verstehen, bei der kurzen Landebahn. Irgendwann muss man entweder runderdrücken oder durchstarten, sonst läufts blöd, aber in Medellín, da ist die Landebahn ewig lang. Da halte ich es für unnötig.

Als ich, weil kein Gepäck, gleich raus wollte, hielt mich eine gestrenge Polizistin zurück und fing an merkwürdige Fragen zu stellen. Glücklicherweise war Paula draußen vor der Glastür, sie erwartete mich bereits, hatte mich aus der Abflughalle wohl gesehen und erklärte der guten Frau, dass ich quasi schon ein „Local“ wäre. Was die Polizistin komischerweise befriedigte. Auch Germán war da, sie flogen gerade nach Quibdo, um von dort aus per Bus nach Pereira zu fahren. Das empfahlen sie mir auch, wenn ich sie später besuchen wollte. Aber, ich hatte vor nach Medellín zu fliegen und mich endlich auch mal, zumindest einen Tag, Medellín und der Gegend zu widmen.

Draußen, gegenüber dem Flughafen im Restaurant, da begrüßte mich der junge Franzose, der vorgestern ebenfalls Geldprobleme hatte. Aber die schien er irgendwie gelöst zu haben, denn, er strahlte über das ganze Gesicht. Vorgestern sprach er noch mit finsterer Miene von der 24stündigen Schiffsfahrt nach Buenaventura, wo er sich gerade um ein Ticket bemühte. Aber die fahren ja nur ein oder zweimal pro Woche wenn überhaupt. Ich setzte mich nicht zu ihm zum Frühstück, ging gleich zum Hotel. Die zwei sympathischen Verwalter waren froh, dass ich wieder da war, denn, sie hatten sich doch Sorgen gemacht, weil ich nicht zurückkam am Vortag.

Die supernette Hausperle hatte, während ich in Medellín war, ungefragt meine ganze Wäsche gewaschen. Das mit dem Waschen war auf meiner ToDo-Liste und ich war eher nicht so motiviert. Aber es musste sein. Ich bemerkte nicht einmal, dass die schmutzige Wäsche weg war. Irgendwann kam sie hoch zu mir und händigte mir das Bündel aus. Drei T-Shirts mussten noch auf die Leine, weil sie noch nicht ganz trocken waren. So hängte ich sie auf meinem riesigen Balkon auf.

Zum Mittagessen ging ich ins La Flores, wo ich mir einen leckeren gegrillten Fisch schmecken lies. Mein ganzes Leben hatte ich noch nicht so viel Fisch gegessen wie in den letzten 3 Wochen. Kurze Siesta, ein wenig Blogg und dann zum Strand, wo ich den Sonnenuntergang mit einem Bier in der Hand genoss und dann noch eine ganze Zeit am Strand entlang in Richtung Norden lief, in der warmen Nacht, bei angenehmer Brise, mit einer guten Sicht auf die blinkenden Positionslichter der wenigen Schiffe auf dem Pazifik. Das ständige Rauschen im Ohr, zufrieden und glücklich. Das waren außerordentlich schöne Momente, die ich auch ganz allein gut genießen konnte.

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Donnerstag, 05.03. – schnell mal nach Medellín zum Geldautomaten

Ich musste relativ früh aufstehen. Der Plan war, dass ich schnell in das Büro der kleinen Fluggesellschaft gehe um noch einen Flug für 10:30 Uhr nach Medellin zu ergattern, den ich dann per Kreditkarte zahlen wollte. Meine Bemühungen, auf der Webseite des kleinen Flugunternehmens Grupo San Germán ein Ticket zu buchen scheiterte. Auch in der Früh versuchte ich es noch erfolglos. Also ging ich ohne Kaffee los und eilig zum Büro von Grupo San Germán. Meine Hauptfrage war, ob es denn möglich wäre, am gleichen Tag wieder nach Nuqui zurückzufliegen, weil ja 30 Minuten nach Ankunft in Medellin bereits wieder ein Flug zurück nach Nuqui gehen würde. Die sympathische junge Mitarbeiterin meinte, ich solle lieber zum Flughafen Nuqui an den Schalter von „Grupo San Germán“ gehen um das zu klären. Bei ihr hätte ich übrigens tatsächlich auch per Kreditkarte einkaufen können. Der Mitarbeiter der Fluggesellschaft am Flughafen meinte, er könne da nichts arrangieren (mit dem Rückflug am selben Tag). Ich soll halt ein Ticket nach Medellin kaufen, das könne er mir verkaufen, allerdings nur gegen Barzahlung. Wenn ich ankomme und mein Geld vom Automaten habe, dann soll ich sofort zum Schalter der Fluggesellschaft in Medellin laufen und fragen ob ein Mitflug noch möglich ist. Genauso machte ich es, ich kaufte für 260.000 kolumbianische Peso ein Ticket nach Medellin. Für hin und zurück reichte das Geld nicht mehr. Jetzt mussten ich mich schicken, denn eine halbe Stunde später war bereits Check-In. Ich musste ins Hotel, schnell ein paar Sachen einpacken und schon ging es los. Ich hatte ja kein Gepäck, das macht alles viel leichter, nach dem Check-In konnte ich noch gemütlich frühstücken gehen.

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Dienstag, 03.03. – mit Santiago nach Termales und zu Fuß nach Guachalito + Selva-Drinks am Abend

Dienstag, 03.03. – Wieder mit Santiago nach Termales und zu Fuß nach Guachalito

Den Santiago traf man immer und überall in und um Nuqui. Bei einem dieser Treffen erzählte er mir, dass er am nächsten Tag mit einem kolumbianischen Pärchen nach Termales fahren würde und den „Wasserfall“ besuchen würde. Ich klinkte mich sofort ein, denn, da konnte ich von Termales zurück nach Guachalito wandern und Santiago konnte mich nach ein paar Stunden dort aufpicken. Das war in meinem Sinn, ich konnte völlig unbeschwert und ruhig, in meinem Tempo und mit vielen Foto- oder Bewunderung-Stopps, poco a poco an diesem unbeschreiblich schönen Stück Erde wandern, die Bäche in den Wald verfolgen, schöne Steine sammeln und wurde dann wieder aufgepickt.

Und schon ging es wieder los. Das Pärchen, der Germán und die Paula waren „Paisas“ und lebten in einer Finka bei Pereira in der Kaffeezone. Wir verstanden uns auf Anhieb gut. Erst gab es einen Zwischenhalt in Guachalito, so dass ich schon dacht, dass mich Santiago falsch verstanden hatte, aber er lud nur Diego ein, der der den Guide machte für Germán und Paula, während Santiago sich um das Boot kümmerte. In Termales, bei relativ ruhiger See, gingen die beiden mit Diego zum Thermalbad hoch, ich dagegen ging schnellen Schrittes zu Moringa (La Sirena Negra), die sich sichtlich freute, dass ich so unerwartet wieder da war. Aber ich war nur zum Frühstücken da. Was leider recht lange dauerte (45 min) und dann nur aus Patacones und Rührei. Das mickrige Arrangement kostete 15.000 Cop (4,25 €) also verhältnismäßig teuer. Vielleicht hatte ich einfach nur vergessen, dass es in Termales teurer ist als in Nuqui. Andererseits, ich hätte das gerne bezahlt, wenn das Frühstück wenigstens ein wenig mehr beinhaltet hätte. Z.B. Obstsalat, ein paar Zwiebeln und Grünzeug in den Rühreiern, ein Saft dazu. Aber ok, ich war nicht mehr hungrig und machte mich durch das Dorf in Richtung Norden auf den Weg, wobei mir noch der „Barbier von Termales“ begegnete, der sich diesmal selbst versorgte…

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Samstag, 29.02. – Montag, 02.03. Nuqui Relax-Aktion

In diesen drei Tagen war nicht besonders viel passiert. Ich hatte Pause gemacht im Hotel „Las Palmas del Pacifico“. Das Zimmer, das ich jetzt hatte, das war ganz hinten, mit Blick auf Pazifikstrand und Fußballfeld. Eine riesige Terrasse, zwei Hängematten, das Wissen, wo es leckere Sachen zum Essen gibt und wo man in Ruhe, bei guter Musik, am Abend noch ein Bier trinken kann.

Dort am Strand war ich schon öfters am Abend, am Montag haben sie mit mäßigem Erfolg versucht ein riesiges Feuer zu entzünden. War trotzdem lustig mit den Jungs und Mädels dort.

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Freitag, 28.02. – Nuqui

In Nuqui lässt es sich definitiv aushalten. Zumindest wenn man wie ich, eine Unterkunft hat, die zwei FETTE Hängematten vor der Tür hat, wo es sehr ruhig ist (nur der Pazifik rauscht vor sich hin) und wo man eine gute Aussicht hat in der Kombination mit einem angenehmen Wind der immer über die große Veranda streicht. Es geht mir saugut hier!

Zum Frühstück ging ich zum Restaurant Pola. Eine junge unfreundliche Schnepfe nahm unwirsch meine Bestellung auf. Keine Ahnung was der über die Leber gelaufen war. Ich hätte gleich wieder gehen sollen. Dann kamen noch circa 5-6 Indios an, die alle vor mir ihr Frühstück hatten. Wenn ich nicht schon so Hunger gehabt hätte dann wäre ich gegangen.

In der Hängematte erholte ich mich von der untypisch unangenehmen Begegnung und schwor mir, da keinen Fuß mehr reinzusetzen.

Am späten Nachmittag ging ich nach Norden, den Weg entlang, nicht ganz bis zum Ende. Wollte mir einfach die Beine vertreten und es ist herrlich, am Pazifikstrand entlang zu laufen, die Sonne war schon runtergedimmt und so war es sehr erträglich und schön. Die meisten Menschen die mir begegneten grüßten freundlich mit breitem Lächeln. Einige wenige reagierten nicht auf mein Grüßen, die hatten vermutlich generell Probleme mit „heller pigmentierten Menschen“. Das gibt es hier natürlich, ist laut Erzählungen in Quibdo im Landesinneren noch stärker verbreitet. Bei der Geschichte auch nachvollziehbar.

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